S.C.N.G - Kay - "all life, all poker, all blog ..."

Your life is unique,...live it!
...between pretensions, impressions, desire and destiny - a blog about poker, life, anything and nothing.... Version 1.4

Mittwoch, Juli 12, 2006

Klinsmann adieu!...


Tja unglaublich. Die bei Amazon.de bestellten 3 Artikel, "Cincinatti Kid", "Rounders" und "No Limit Holdem [...]" sind schon angekommen!
Grund, dass ich sie nicht bei anderen (billigeren) Anbietern bestellt habe ist einfach, dass so jetzt die Liefergebühr (immer bei >20E Bestellung) wegfällt. Und 'caiman_amerika' hatte die 3 Sachen hier nicht...
Da ich damit nicht gerechnet hatte, war das ein wenig wie Weihnachten vorhin 8] *gg*

Meistens, wenn bestellte, neue, Dinge ankommen, nutze ich die Gelegnheit gleich beim Einräumen dazu ein wenig aufzuräumen und mal wieder Papierkram auszusortieren bzw. einzusortieren... Damit bin ich eben fertig geworden! (wayne)
***
In other news: Klinsmann geht! (dachte ich mir aber) Tschüss, du hast gute Arbeit geleistet!
***
Ansonsten; Ich war lange nicht mehr golfen - gehe aber morgen warscheinlich.
***
Poker:
Die letzten 2 Tage, hat mich mal mein alter buddy 'Sleyde', den ich auch zu Poker gebracht habe, ein wenig auf NL50 gecoacht, da ich die Sache warscheinlich einfach falsch angegangen bin!
Er spielt zurzeit NL100 und hat NL50 aber ganz gut geschalgen - was bei mir nicht der Fall, WAR!1 ( ;) ). Sprich: der Umstieg von Limit auf No Limit ist mir einfach nicht adequat gelungen daher folgt ein Versuch einer Fehleranalyse, evtl. hilfreich für alle, die den Umstieg machen.

***

Fehleranalyse:

-Mein 'Pech' war wohl, dass ich kurz vor dem Wechsel mit meiner Spielweise einen Upswing auf NL25 6max hatte. Daher einfach so weiter gespielt auf NL50. Es haben sich also wohl folgende Fehler eingeschlichen:

1. Preflop tigher werden: Anscheinend habe ich viel zu loose gespielt. Ich hatte auf 7k Hände einen VPIP 23, PFR 16, WTS28 usw. und daher im allgemeinen viel eher die optimalen LIMIT 6max stats.
Also: -zu viel gelimpt, blinds gestealed -> zu viele marginalen Hände
Das rührt (imo) daher, dass Doyle Brunsons in SuperSystem2 proklamierter Spielstil einfach nicht LowLimit adequat ist. Er pocht stark auf looses limpen und agressives Spielen um 1. Leute mit hidden hands zu busten und 2. viele kleine pots zu stehlen.
Das habe ich versucht anzuwenden; scheint aber garnicht nötig zu sein bzw. nach hinten losgegangen zu sein.

Blindsteal: Da muss mir einfach klarer werden, dass die blinds einen viel kleineren Einfluss als bei Limit haben. Mein Stealrange beschränkt sich damit neuerdings auf QTo/JTo (nur BU), >KTo, >A7o, >89s, >22.

Meine Stats sind als von VPIP23 auf 16, und von PFR 16 auf 11 runter - mit guer PTB/100. Das scheint zumindestens erstmal auf diesem Limit zum eingewöhnen zu funktionieren.

2. Postflop tigher werden -> "...große Hände, große Pötte. Kleine Hände, kleine Pötte", mich mehr von Händen trennen können -> weniger all-In gehen, bzw. callen. Da war ich eindeutig zu loose. Und: weniger continuation bets am turn OOP.
->weniger fancy stuff
->auf gute Spots warten, ich war einfach viel zu ungeduldig und wollte action erzwingen; anstatt geduldig zu warten. Ich glaube ich mache atm, bezogen auf meine komplette Pokerkarriere, eine Phase durch, in der ich mich durch mein reines Wissen im Vorteil sehe, dabei aber die grundlegenste, banale Mathematik hinter den Karten außer Acht (lasse)/gelassen habe.
->Straightforward spielen
->Mehr Geduld!

Konkretes:
-AK, AQs, gegen raise und call OOP nicht groß reraisen, um die warscheinlich erforderliche contibet in den dann Riesenpot zu sparen.
-TT, JJ auch gegen 2-3 limper raisen! Ich habe oft nur gecalled. Kann man aber denke ich auch mixen.
-Mit TPTK am flop nicht re reraisen - lieber callen und turn anschauen. Man commited sich sonst zu oft zu sehr mit dieser (marginalen) Hand.


Allgemeines:
Worüber ich mich dann auch mit Sleyde unterhalten habe, ist, dass ich die ganze Sache im Moment vielleicht zu verbissen angehe und es deswegen irgendwie stagniert. Er hat mir daher vorgeschlagen Poker mal wieder stärker als starren Job anzusehen, eine gesetzte Anzahl an Stunden/Händen zu spielen und dann _emotionslos_ aufhören. Schwierige Hände nochmal anschauen, drüber nachdenken, zur Diskussion stellen etc....
Poker aber insgesamt mehr als Beruf anzusehen.
Und ich muss zugeben, dass ich oft auch mich an die Tische gesetzt habe und jetzt im Nachhinein merke, dass ich mir nicht dachte: Heute will ich 1k Hände gutes Poker spielen;...sondern so mit einer unbestimmten Erwartung, dass HEUTE der Tag ist an dem ich den GANZEN DOWN auf einmal wieder aufhole.

Die Gespräche mit ihm tuen auf jeden Fall sehr gut und ich werde mir das zu Herzen nehmen und versuchen mein Verhältnis zu Poker etwas umzustellen.
Etwas inspiriert von Meibra habe ich auch überlegt, ob ich mir nicht fast einen strikten Plan erstellen sollte - aber soetwas einzuhalten wird jetzt mit Ferienbeginn wohl eher schwieriger.

Ich denke darüber nochmal nach und halte euch auf dem laufenden!

2 Comments:

At 10:48 AM, Anonymous Anonym said...

schöner beitrag! Ich glaube, über die Aspekte deiner Fehleranalyse sollte sich jeder von zeit zu zeit gedanken machen!

PokeMopp

 
At 10:30 PM, Blogger Kay said...

Jo dann viel Erfolg!

Ich kann dir No Limit Holdem Theory and Practice wirklich ans Herz legen!

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home